Stadt / Kommune
Stadt Treffurt
Einwohnerzahl
0-10000
Projektträger
Stadt Treffurt
Eigentümerstruktur vor Projektstart
Privat
Projektzweck
Umnutzung eines leerstehenden Objektes
Zeitraum des Projektes
2016-2020
Dauer des Leerstands vor Projektstart
über 5 Jahre
Kategorie
Struktureller Leerstand
Nutzungsart nach Projektabschluss
Gewerbe
Vorhandene informelle Planungsinstrumente
Integriertes Stadtentwicklungskonzept, Städtebaulicher Rahmenplan
Vorhandene formelle Planungsinstrumente
Sanierungsgebiet, Erhaltungssatzung, Denkmalschutz
Gesamtkosten des Projektes
mehr als 1.000.000 €
Förderung
ja
Welches Förderprogramm?
Bund-Länder-Programm für städtebaulichen Denkmalschutz
Projektziel
Nach langem Leerstand wurde das Einzeldenkmal durch die Stadt aufgekauft und für die Nutzung als Fahrradhotel saniert. Somit stand die Reaktivierung der desolaten Bausubstanz und deren Nutzbarmachung im Vordergrund.
Projektbeschreibung
Das Gebäude in der Ziddelstraße 17a ist ein zweigeschossiges Fachwerkhaus, das 1601 errichtet wurde und aufgrund seiner Bauzeit und seiner Gestaltung zu den herausragenden
Kulturdenkmalen der Stadt Treffurt gehört.
Der „Schwebdaer Hof“ stand viele Jahre leer und befand sich in einem desolaten Bauzustand.
In dem Bestreben, diesen zentralen Standort im Sanierungsgebiet aufzuwerten, entschloss sich die Stadt Treffurt, das historische Fachwerkgebäude zu sanieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Durch den Betreiber Johannesstift Ershausen wird das Gebäude seit Ende 2020 als Frühstückshotel wiederbelebt.
Der Schwebdaer Hof ist aktuell nicht nur ein Fahrradhotel mit dreizehn Zimmern, sondern auch ein zertifizierter Inklusionsbetrieb. In dem heute weitgehend barrierefreien Gebäude arbeiten
Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Hierdurch wird nicht nur der regionale Arbeitsmarkt beeinflusst, sondern auch das touristische Angebot weiter ausgebaut und attraktiviert. Der einstige Gutshof befindet sich im kommunalen Eigentum. Das Dach des Einzeldenkmals wurde von der Stadt bereits in den frühen 1990er Jahren notgesichert. Durch die Lage am überregionalen Radweg entstand schon Anfang der 2000er Jahre die Idee, das Gebäude als Übernachtungsmöglichkeit für Radfahrer zu entwickeln. Nach Zusage von Städtebaufördermitteln für die Sanierung des Objektes wurde über eine öffentliche Ausschreibung der Betreiber Sankt-Johannes-Stift Ershausen als kompetenter Partner gewonnen.
Projektfahrplan
- Ankauf des leerstehenden Gebäudes durch die Stadt Treffurt
- Ausschreibung Betreiber als Fahrradhotel
- Vorbereitung Fördermittelbeantragung inkl. Erstellung Wirtschaftlichkeitsberechnung durch Sanierungsträger ProjektStadt
- 2016 Beginn der Planungs- und Sanierungsarbeiten
- 2021 Beginn des inklusiven Hotelbetriebes
Partnerschaften
- Betreibung des inklusiven Fahrradhotels 1601 durch eigens gegründete Gesellschaft
“opus novum gGmbH”
- Thüringer Landesverwaltungsamt als Fördermittelgeber für grundlegende Sanierung
- Aktion Mensch e. V. als Fördermittelgeber für Ausstattung
Hindernisse und wichtige Hinweise
Es ist ein erhöhter Aufwand erforderlich, um die Nutzbarmachung hinsichtlich der Vereinbarkeit historischer Strukturen mit Brandschutz und Barrierefreiheit zu gewährleisten.
Kontakte
Stadt Treffurt
Projekthomepage
https://www.hotel1601.de/
