Stadt / Kommune
Stadt Amt Creuzburg
Einwohnerzahl
0-10000
Projektträger
Kommune
Eigentümerstruktur vor Projektstart
Kommunal
Projektzweck
Umnutzung eines leerstehenden Objektes
Zeitraum des Projektes
2020-2026
Dauer des Leerstands vor Projektstart
über 5 Jahre
Kategorie
Nutzungsbedingter Leerstand (branchenbezogen)
Nutzungsart nach Projektabschluss
Sondernutzung
Vorhandene informelle Planungsinstrumente
Integriertes Stadtentwicklungskonzept, Städtebaulicher Rahmenplan
Vorhandene formelle Planungsinstrumente
Sanierungsgebiet, Erhaltungssatzung, Denkmalschutz
Gesamtkosten des Projektes
mehr als 1.000.000 €
Förderung
ja
Welches Förderprogramm?
Städtebauförderung: Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (BL-FI), Lebendige Zentren (BL-LZ)
Projektziel
Die Umnutzung der ehemaligen Praetorius-Schule zum Verwaltungssitz hat die vormals dezentral an mehreren Standorten untergebrachte Verwaltung zusammengeführt und die Etablierung einer neuen öffentlichen Nutzung in dem leerstehenden Einzeldenkmal im Stadtkern erreicht.
Projektbeschreibung
Die ehemalige Praetorius-Schule liegt im Zentrum des historischen Stadtkerns von Creuzburg. Sie bildet den nördlichen Abschluss einer Nord-Süd-Achse öffentlicher Nutzungen aus Markt, Nikolaikirche, Rathaus und Schule. Das Gebäude ist Einzeldenkmal und Teil des förmlich festgesetzten Sanierungsgebiets sowie Denkmalensembles „Historischer Stadtkern Creuzburg“. Neben seinem Wert als Kulturdenkmal hat es damit eine besondere städtebauliche Bedeutung. Nach dem Auszug der Schule stand es leer – mit spürbarem Funktionsverlust für den Stadtkern.
Die Schule geht auf die Bürgerschule zurück, die 1874 nach Einführung der allgemeinen Schulpflicht eröffnet und bereits 1912 nach Osten erweitert wurde. 1936 erhielt sie den Namen des Komponisten Michael Praetorius, des berühmtesten Sohnes der Stadt. Nach der Kriegszerstörung wurde sie 1945–49 nach dem Vorbild des Ursprungsbaus wiederaufgebaut. Der rückwärtige Erweiterungsbau von 1958 entlang der Klosterstraße ermöglichte die Unterbringung einer zehnklassigen Mittelschule bzw. POS. Beide Gebäudeteile prägen das Erscheinungsbild bis heute. Seit dem Auszug der Schule 2017 stand das Gebäude leer.
Die zentrale Lage in Stadt und Region sowie Flächenangebot und Raumstruktur boten sehr gute Voraussetzungen für einen Verwaltungssitz. Ziel war es, die bislang auf mehrere Standorte verteilte Verwaltung der VG Hainich-Werratal und der Stadt Amt Creuzburg an einem Ort zusammenzuführen. Die Umsetzbarkeit wurde 2020 in einer Machbarkeitsstudie geprüft.
Die Sanierung des Gebäudes ist abgeschlossen. Auch Außenanlagen und Innenhof wurden grundlegend saniert und als halböffentlicher Raum mit hoher Aufenthaltsqualität aufgewertet. Die feierliche Eröffnung fand am 21.08.2026 im Rahmen eines Tags der offenen Tür statt.
Die Bündelung der Verwaltung an einem Standort optimiert interne Abläufe und schafft die Voraussetzungen für eine moderne Verwaltung. Zugleich sichert die neue Nutzung den Bestand des Einzeldenkmals nachhaltig. Die Etablierung einer öffentlichen Nutzung im zuvor leerstehenden Gebäude trägt zur Wiederbelebung des historischen Stadtkerns bei.
Projektfahrplan
2020: Erstellung Machbarkeitsstudie
2023: Beginn der baulichen Umsetzung 1.BA
2025: Beginn der baulichen Umsetzung 2.BA – Innenhof
2026: Fertigstellung des Vorhabens
Partnerschaften
Stadt Amt Creuzburg, VG Hainich-Werratal, Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Fachbehörden Landratsamt Wartburgkreis
Hindernisse und wichtige Hinweise
- Koordinierung zahlreicher Gewerke und Baufirmen
- Kostenentwicklung in der laufenden Umsetzung
- Das Gebäude hat als Einzeldenkmal in zentraler Lage im Sanierungsgebiet der Creuzburger Altstadt besondere städtebauliche und denkmalschutzrechtliche Anforderungen an die Umsetzung gestellt, inkl. umfangreicher Abstimmungsprozesse.
Kontakte
Herr Cron, Stadtverwaltung Stadt Amt Creuzburg c.cron@vg-hainich-werratal.de
Herr Spiegler, ProjektStadt tobias.spiegler@projektstadt.de
